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Steuerhinterziehung: Wann liegt Sie vor und welche Strafe droht?

Eine Steuerhinterziehung ist im deutschen Steuerrecht kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Es drohen Geldstrafen und in schweren Fällen Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren. Doch wann liegt eine Steuerhinterziehung vor und welche konkreten Strafen drohen bei Steuerbetrug?

Infografik: Steuerhinterziehung

Die Infografik zeigt alle wichtigen Punkte zum Thema Steuerhinterziehung und vermittelt einen schnellen Überblick zu den drohenden Strafen und wie man Straffreiheit erreicht.

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Wann liegt eine Steuerhinterziehung vor?

Das deutsche Steuergesetz ist in der Abgabenordnung (AO) geregelt. Die Steuerhinterziehung ist grundsätzlich eine Steuerstraftat. Nur bei einer leichtfertigen Steuerverkürzung wird das Vergehen als Ordnungswidrigkeit (Gesetzesübertretung) bewertet.

Der Tatbestand der Steuerhinterziehung kann durch aktives Handeln (z.B. Angabe von zu hohen Werbungskosten in der Steuererklärung) oder durch Unterlassung (z.B. Verschweigen von hohen Geldgeschenken) vorliegen, soweit daraus eine Steuerkürzung oder ein Steuervorteil eintritt. Die Steuerhinterziehung ist jedoch nur bei Vorsatz strafbar. Dennoch sind bereits der Versuch und auch die Beihilfe strafbar.

Welche Strafe droht bei der Steuerhinterziehung?

Steuerhinterziehungen können zu einer Geld- und Freiheitsstrafe führen. Mit einer Strafbefreiung kann der Täter nur rechnen, wenn die Steuerhinterziehung weniger als 50.000 Euro beträgt. In diesen Fällen erfolgt eine Nachzahlung der unterschlagenen Steuer plus 6 % Hinterziehungszinsen. Beträgt die Steuerhinterziehung mehr als 50.000 Euro droht eine Freiheitsstrafe. Die Freiheitsstrafe kann abgewendet werden, wenn zur Steuernachzahlung plus Zinszahlung und zusätzlich 5 Prozent Zusatzleistung erbracht werden.

Steuersündern drohen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren. Bei schweren Fällen kann eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren verhängt werden. Das Strafmaß ist Abhängig von der Höhe der hinterzogenen Steuern. Ab einer Steuerhinterziehung über 100.000 Euro drohen Freiheitsstrafen. Bei Beträgen in Millionenhöhe kann die Freiheitsstrafe nicht mehr auf Bewährung ausgesetzt werden.

Wie kann man eine Straffreiheit erreichen?

Eine Selbstanzeige kann zur Straffreiheit führen. Doch die Selbstanzeige muss absolut vollständig sein, d.h. es müssen wirklich alle nicht-erklärten Einkünfte nachgemeldet werden, und das Finanzamt darf noch kein Ermittlungsverfahren gegen den reuigen Steuerzahlen begonnen haben. Kennt die Behörde bereits den Fall, ist eine Straffreiheit nicht mehr möglich.

Wann verjährt die Steuerhinterziehung?

Eine Verjährungsfrist beginnt mit der Beendigung der Tat und beträgt bei besonders schweren Fällen zehn Jahre. Werden Steuererklärungen verspätet abgegeben, kann sich die Verjährungsfrist entsprechend verlängern.

Welche Staaten sind für Steuersünder immer noch interessant?

Wo liegen die so genannten Steueroasen? Welche Gebiete und Staaten sind für Steuersünder attraktiv? Gibt es in Europa Steueroasen? Fragen die immer wieder gestellt werden, wenn die Presse über prominenten Steuersündern oder über den Ankauf von Steuer-CDs berichtet. Für Steuersünder sind Staaten interessant, die sich nicht zum offenen steuerlichen Informationsaustausch verpflichtet haben. Das sind nicht nur viele Inselstaaten in der Südsee und Karibik, sondern auch Länder in Europa wie Österreich, Luxemburg und die Schweiz. Steueroasen locken in der Regel mit niedrigen Steuersätzen, Sonderregelungen für Prominente (Schweiz) und einem sicheren Bankgeheimnis.

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Der Artikel "Steuerhinterziehung: Wann liegt Sie vor und welche Strafe droht?" wurde am 24.04.2013 verfasst.

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