Nettorente einfach erklärt (Definition)

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Die Nettorente ist der Geldbetrag, der nach Abzug der Krankenkassen- und Pflegebeiträge übrig bleibt. Vergessen dürfen Sie als Rentner nicht, dass zusätzlich noch die Einkommenssteuer zu berücksichtigen ist. Erst dieser Geldbetrag steht Ihnen als Ruheständler tatsächlich zum Lebensunterhalt zur Verfügung.

Unterschied Netto- und Bruttorente

Die Bruttorente ergibt sich aus dem Rentenbescheid und errechnet sich aus der Rentenformel der Deutschen Rentenversicherung. Die nachfolgende Infografik zeigt, welche Faktoren bei der Berechnung der Bruttorente eine Rolle spielen:

So funktioniert die Rentenformel

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Zur Auszahlung kommt jedoch nicht die Brutto- sondern die Nettorente. Rentner müssen einen Teil der Krankenversicherung und den Zusatzbeitrag tragen. Hinzu kommt noch die Belastung durch die Pflegeversicherung. Damit ergibt sich folgende Formel:

Bruttorente
- minus Krankenversicherungsbeitrag inkl. Zusatzbeitrag
- minus Beitrag zur Pflegeversicherung
= Nettorente

Häufig bleiben die Renten steuerfrei, da die Einkommen bzw. der steuerpflichtige Anteil der Rente unter den Freibeträgen bzw. dem Grundfreibetrag liegen.

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Fazit:
Achten Sie bei Ihrem Rentenbescheid oder bei der jährlichen Renteninformation darauf, dass hier Bruttowerte angegeben sind. Die Bruttorente kommt nicht zur Auszahlung, da davon noch die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgehen. Ob Kirchensteuer oder Einkommensteuer anfällt, richtet sich nach der Höhe des persönlichen Einkommens.

Mehr zum Thema "Nettorente":
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorente?

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Robert Aschauer
Über den Autor: Robert Aschauer
Der erfahrene Finanzexperte Robert Aschauer schreibt für einfach-rente.de über die Themen Rente & Altersvorsorge. Er ist Dipl. Bankbetriebswirt (ADG), Financial Planer, Kreditanalyst und Ruhestandsplaner und hat langjährige Praxiserfahrung im Bankwesen und als unabhängiger Honorarberater.

Der Beitrag "Nettorente" wurde am 21.11.2019 von Robert Aschauer verfasst.

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