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Was ist eigentlich das Rentenniveau?

Die Begriff Rentenniveau wird in fast jeder Debatte zum Thema Rente und Rentenpolitik verwendet. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff und welche Auswirkung hat das Rentenniveau auf die Rentenzahlungen?

Was soll das Rentenniveau zum Ausdruck bringen?

Das Rentenniveau soll aufzeigen, wie sich die Rentenzahlungen an Ruheständler im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst der Arbeitnehmer entwickeln.

Was ist das Rentenniveau konkret?

Das Rentenniveau gibt an, in welchem prozentualen Verhältnis die Rentenzahlung zum Einkommen eines Arbeitnehmers steht. Beträgt die Rentenzahlung zum Beispiel 1.200 Euro und das Einkommen eines Arbeitnehmers 2.505 Euro, so beträgt das Rentenniveau 47,9 Prozent.

Welche Rentenzahlung wird beim Rentenniveau berücksichtigt?

Als Basis für die Berechnung der Rentenzahlung wird die Höhe der so genannten Standardrente verwendet. Bei der Standardrente wird unterstellt, dass ein Rentner 45 Jahre Beitragszahlung in die Rentenkasse auf Basis des jährlichen Durchschnittsverdienstes geleistet hat. Dieser fiktive Rentner wird auch als Standardrentner oder Eckrentner bezeichnet.

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Welches Einkommen wird beim Rentenniveau berücksichtigt?

Als Einkommen wird das Durchschnittseinkommen der Erwerbstätigen im selben Jahr herangezogen.

Wird das Rentenniveau als Brutto- oder Nettowert berechnet?

Bei der Berechnung des Rentenniveaus werden die Nettowerte berücksichtigt. Deshalb werden von der Standardrente die Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) abgezogen. Aber auch beim Durchschnittsverdienst werden die Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) abgezogen. Aus den Nettowerten wird dann das Rentenniveau des jeweiligen Jahres berechnet.

Wo wird das Rentenniveau konkret berechnet?

Da die Standardrente (Standardrente mit 45 Versicherungsjahren) für 2015 Netto vor Steuern bei 13.955 Euro und das Durchschnittseinkommen bei Netto vor Steuern 29.309 Euro lagen, ergibt sich für das Jahr 2015 ein Rentenniveau von 47,6 Prozent.

Wie hat sich das Rentenniveau entwickelt?

Das Brutto-Rentenniveau lag 1957 bei 57,3 Prozent und 1990 nur noch bei 50,2 Prozent. Es hat sich kontinuierlich nach unten entwickelt. Prognosen und Hochrechnungen gehen davon aus, dass das Rentenniveau auch in der Zukunft geringer ausfallen wird. Selbst die Finanzschätzung der Deutschen Rentenversicherung sieht das Rentenniveau im Jahr 2030 bei nur noch 44,3 Prozent.

Erhalten alle Rentner Renten in Höhe des Rentenniveaus?

Leider nein. Den fiktiven Standardrentner oder Eckrentner wird es in der Realität nicht sehr häufig geben. Die wenigsten Ruheständler haben diese fiktive Erwerbsbiografie. Denn ein Standardrentner oder Eckrentner hat 45 Arbeitsjahre durchgearbeitet und dabei jeweils das Durchschnittseinkommen verdient. Die meisten Rentner erhalten deshalb eine niedrigere Rentenzahlung als das Phantom Standardrentner oder Eckrentner.

Infografik: Der Eckrentner hat eine geringe Aussagekraft
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Fazit:
Das Rentenniveau in Zukunft wird weiter sinken. Wie stark der Rückgang sein wird, ist von verschiedenen Faktoren (Arbeitsmarktlage, Rentenpolitik, Altersaufbau der Bevölkerung, Demografische Entwicklung etc.) abhängig. Die Vorausberechnungen der Bundesregierung und die Prognosen der Rentenexperten zeigen aber ein eindeutiges Bild: Die Rente wird weiter sinken und es wird für die künftigen Ruheständler immer schwieriger, sich mit der gesetzlichen Rente im Alter einen vernünftigen Lebensstandard zu sichern. Deshalb sollten Sie mit einer privaten oder betrieblichen Vorsorge gegensteuern und sich eine zusätzliche Rente aufbauen.

Der Artikel "Was ist eigentlich das Rentenniveau?" wurde am 15.02.2017 verfasst.


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