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Wie entwickelt sich das Rentenniveau?

Die Höhe der gesetzlichen Rente die ein so genannter Eckrentner im Vergleich zum Durchschnittseinkommen der Erwerbstätigen bekommt, wird als Rentenniveau oder Standardrentenniveau bezeichnet. Beim Eckrentner wird ein fiktiver Rentner mit 45 Entgeltpunkten angesetzt. Viele Erwerbstätige werden jedoch diese hohe Anzahl an Entgeltpunkten während Ihres Arbeitslebens nicht erreichen.

Dazu ein kleiner Exkurs: Nur wenn ein Beschäftigter das Durchschnittseinkommen aller Versicherten (2011 lag der Betrag bei ca. 32.100 Euro) erreicht, bekommt er einen Entgeltpunkt auf seinem Rentenkonto gutgeschrieben. Verdient er zum Beispiel nur 27.342 Euro statt der 32.100 Euro, dann bekommt er weniger als einen Punkt, in diesem Fall konkret 0,8518 Punkte (32.100 / 27.342). Für jeden Entgeltpunkt gibt es in der Rentenphase eine bestimmte Rente ausbezahlt. 2012 lag dieser Betrag bei 28,07 Euro in den alten Bundesländern und in den neuen Bundesländern bei 24,92 Euro. Bei 45 Entgeltpunkten gibt es somit eine Rente von 1.263,15 Euro(45 x 28,07 Euro) und in den neuem Bundesländern von 1.121,40 Euro (45 x 24,92 Euro).

Aufgrund zahlreicher leistungsmindernder Rentenreformen hat sich das Rentenniveau massiv gesenkt. Die Deutsche Rentenversicherung schätzt den Wert des Rentenniveaus für 2012 auf 45,6 Prozent. In den Jahren 1985 bis 2010 lag dieser Wert noch bei über 50 Prozent.

Fazit: Das Rentenniveau sinkt kontinuierlich ab und die Rentner hinken der Lohnentwicklung der Beschäftigten immer weiter hinterher. Im Jahr 2012 erreichte der Eckrentner nur noch 45,6 Prozent des Durchschnittseinkommens aller Versicherten. Da der übliche Rentner in der Regel das Niveau des Eckrentners nicht erreichen wird, steht Ihm im richtigen Leben noch weniger Rente zur Verfügung. Nur mit einer persönlichen Ruhestandsplanung bekommen Sie einen Überblick über Ihre Rentensituation.


Der Artikel "Wie entwickelt sich das Rentenniveau?" wurde am 29.05.2013 verfasst.


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