Was ist die Regelaltersrente? (Definition & Erklärung)

Mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze können Sie die Altersrente beziehen. Die Regelaltersgrenze wurde für viele Versicherte der gesetzlichen Rentenkasse auf 67 Jahre angehoben. Welche Auswirkung hat diese Anhebung für Sie? Können Sie trotzdem früher in Rente gehen? Alle Antworten zu den wichtigsten Fragen zur Regelaltersrente.

Definition: Was bedeutet die Regelaltersrente?

Die ganz normale Altersrente der Deutschen Rentenversicherung wird als Regelaltersrente bezeichnet. Die Versicherten können diese Rente grundsätzlich beziehen, wenn die Mindestversicherungszeit von 5 Jahren erfüllt ist und ein Mindestalter, die Regelaltersgrenze, erreicht wurden. Die Regelaltersgrenze für die Altersrente wurde von 65 Jahre auf 67 Jahre, Stichwort "Rente mit 67", angehoben.

Auswirkung der Anhebung der Regelaltersrente auf 67 Jahre

Der Bundestag beschloss im Jahr 2007 die Rente mit 67. Die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 Jahre auf 67 Jahre soll langfristig den Anstieg des Rentenbeitrages dämpfen und die Rentenproblematik abschwächen.

Seit diesem Zeitpunkt gelten folgende Regeln zum Bezug der Regelaltersrente:

So steigt das Rentenalter auf 67 Jahre an

Die Anhebung beginnt ab dem Geburtsjahrgang 1947 um einen Monat pro Jahrgang. Später, ab den Jahrgängen 1958, wird dann um zwei Monate pro Jahrgang angehoben. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 greift das neue Rentenalter mit 67 Jahren.

In unserem Artikel Rente mit 63 oder mit 67 (Faken, Tabellen & Tipps) finden Sie eine Tabelle, die die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenzen zeigt.

Kann ich auch vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen?

Arbeitnehmer können vorzeitig in Rente gehen - auch wenn sie Ihr geltendes Regelrentenalter noch nicht erreicht haben. Doch die vorgezogene Rente ist nicht umsonst. Für jeden Monat vorzeitigen Rentenbezug wird die Rente um 0,3 Prozent gekürzt. Der Abschlag ist nicht einmalig, sondern dauerhaft bis zum Tod. Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Rente mit 63.

So stellen Sie den Rentenantrag

Wenn Sie mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze die Rente beziehen möchten, dann müssen Sie frühzeitig den Rentenantrag stellen und einige Regeln beachten. Denn die Rente der Deutschen Rentenversicherung wird nicht automatisch bezahlt. Sie erhalten Rentenzahlungen ausschließlich auf Antrag. Hier erfahren Sie, welche Unterlagen Sie dazu benötigen und wie Sie den Rentenantrag richtig stellen.

Prüfen Sie immer den Rentenbescheid

Ein Rentenbescheid regelt die Rentenzahlung bis zum Tod. Damit Ihnen keine finanziellen Nachteile entstehen, sollten Sie den Rentenbescheid sorgfältig prüfen. Häufig werden Anrechnungszeiten vergessen oder fehlerhafte Rentenbescheide erstellt. Stellen Sie unrichtige Angaben oder Fehler fest, können Sie eine Korrektur des Rentenbescheids fordern.

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Fazit:
Mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze können Angestellte die Regelaltersrente beantragen. Die Geburtsjahrgänge vor 1946 können noch mit 65 Jahren in die Altersrente gehen. Für die Geburtsjahrgänge ab 1947 bis 1963 wird die Regelaltersgrenze schrittweise angehoben. Alle Geburtsjahrgänge ab 1964 müssen bis zum 67. Lebensjahr arbeiten.
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Der Artikel "Was ist die Regelaltersrente? (Definition & Erklärung)" wurde am 01.06.2018 verfasst.