Rente mit 40: Finanzielle Freiheit als Frugalist

Mit 20 Abitur, dann Studium und Job und im Alter von 40 in den Ruhestand. Ist die Rente mit 40 möglich? Ein neuer Trend aus Amerika findet auch hierzulande immer mehr Anhänger. Frugalisten zeigen, wie man im Eiltempo ein Vermögen aufbaut, um damit möglichst früh aus dem Job aussteigen zu können. Anhänger des Frugalismus sind keine Spinner, sondern Leute mit einer klaren Einstellung zum Sparen und Konsum. Sie besitzen einen Masterplan für die finanzielle Unabhängigkeit.

Was sind Frugalisten?

Die Bezeichnung Frugalist leitet sich aus dem Wort "frugal" ab, was soviel wie "genügsam", "einfach" oder "bescheiden" bedeutet. Frugalisten besitzen ein klares Weltbild: Konsumiert wird nur, was absolut notwendig ist. Sie leben genügsam, sind sparsam und legen jeden Monat einen Großteil ihres Einkommens gewinnbringend an.

Dabei verfolgen Sie ein klares Ziel: So schnell wie möglich die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, um nicht erst mit 67 in Rente gehen zu können. Sie sparen, um mit 35 und 40 finanziell ausgesorgt zu haben.

Wie Frugalisten im Eiltempo ein Vermögen aufbauen wollen!

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Die Infografik veranschaulicht das Motto der Frugalisten: Clever konsumieren. Chancenreich anlegen. Frühzeitig in Rente.

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Ein Beispiel zur Einstellung eines Frugalisten?

Wir leben in einer Wohlstands-, Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. Konsum bestimmt unseren Alltag. Die Werbeindustrie gaukelt uns jeden Tag vor, was wir unbedingt benötigen, um hipp und glücklich zu sein. Doch benötigen wir diese Dinge wirklich? Frugalisten stellen den Konsumdruck in Frage, sind teilweise Minimalisten und hinterfragen jede Geldausgabe.

Ein Beispiel: Für viele Menschen ist der Café-to-Go ein fester Bestandteil auf dem Weg ins Büro. Ein Frugalist macht sich den Café zu Hause. Mit dem Cáfebecher in der Tasche geht es dann mit dem Rad in die Arbeit. Ersparnis: mindestens 2,50 Euro pro Café-to-Go. Bei 20 Arbeitstagen sind das 50 Euro im Monat.

Die Redewendung "Kleinvieh macht auch Mist" passt gut zum Thema Geldanlage bzw. zu einem cleveren Vermögensaufbaukonzept. Denn wird die 50 Euro Café-to-Go-Ersparnis monatlich zu 6 % angelegt, stehen nach 25 Jahren fast 34.000 Euro auf dem Konto zur Verfügung. Die Kostenersparnis für die Fahrkarte (Rad statt Bus) noch gar nicht mit eingerechnet.

Welche Einstellung zum Konsum haben Frugalisten?

Frugalisten sparen wo es nur geht: Sie müssen nicht immer das neueste oder teuerste Smartphone besitzen, fahren mit dem Rad, reparieren Gebrauchsgegenstände, falls diese kaputt gehen, kochen selbst und gehen weniger zum Essen, kaufen gebrauchte Dinge, tragen auch mal Second Hand Mode, shoppen allgemein weniger oder machen Urlaub auf dem Campingplatz.

Kurz um: Sie leben nicht weniger glücklich, sondern konsummieren weniger bzw. anders und legen die Ersparnisse lohnend an. Dabei verfolgen Sie ein Ziel: So früh wie möglich die finanzielle Unabhängig erreichen.

Welche Einstellung zum Sparen haben Frugalisten?

Frugalisten versuchen sehr schnell finanziell unabhängig zu werden. Sie sparen 70 bis 80 Prozent ihres Einkommens. Doch auch ein hoher monatlicher Sparbetrag führt zu keinem schnellen Vermögensaufbau, wenn das Geld auf dem Sparbuch oder Festgeld parkt. Im Gegenteil: Diese Gelder werden häufig von der Inflation verzehrt. Bei Minizinsen auf dem Sparbuch & co. wird die Kaufkraft von Jahr zu Jahr sinken. Dann werden die Ersparnisse zwar nominal höher, aber inflationsbereinigt (real) wird das Geld immer weniger wert.

Um in 20 oder 30 Jahren schnell ein hohes Vermögen aufzubauen, sind Geldanlagen mit hohen Renditen notwendig. Frugalisten wissen das und sehen Aktien bzw. ETF-Aktienfonds als chancenreiche Geldanlagen. Denn betrachtet man die Vergangenheit, dann können Anleger bei einem guten ETF-Weltaktienfonds auch in Zukunft eine Rendite von 6 bis 8 Prozent pro Jahr erreichen.

Bei Geldanlagen sind Chancen untrennbar mit Risiken verbunden. Gerade bei Aktienanlagen können immer wieder hohe Kursschwankungen auftreten. Deshalb sind Anleger gut beraten, wenn Sie monatlich in Sparraten anlegen und die Anlagebeträge langfristig zur Verfügung stehen. Bei langfristigen Anlagezeiträumen können Anleger auftretende Kursschwankungen an den Aktienmärkten aussitzen.

Das Video gibt einen guten Überblick darüber, mit welchem Masterplan Frugalisten in kürzester Zeit ein Vermögen aufbauen.

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Fazit:
Eine frugale Lebensweise hat ein Ziel: sehr schnell finanziell frei zu werden. Frugalisten verzichten deshalb auf unnötigen Konsum und versuchen 70 bis 80 Prozent ihres Einkommens clever zu sparen. Der Vermögensaufbau soll schnell erfolgen, damit Sie so früh wie möglich den Job an den Nagel hängen können. Wer jedoch bereits mit 40 oder 45 in Rente gehen möchte, muss ein hohes Vermögen zur Verfügung haben. Fruaglisten legen deshalb überwiegend in chancenreiche Geldanlagen wie Aktien bzw. ETF-Aktienfonds an.
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Robert Aschauer
Über den Autor: Robert Aschauer
Der erfahrene Finanzexperte Robert Aschauer schreibt für einfach-rente.de über die Themen Rente & Altersvorsorge. Er ist Dipl. Bankbetriebswirt (ADG), Financial Planer, Kreditanalyst und Ruhestandsplaner und hat langjährige Praxiserfahrung im Bankwesen und als unabhängiger Honorarberater.

Der Artikel "Rente mit 40: Finanzielle Freiheit als Frugalist" wurde am 16.12.2019 von Robert Aschauer verfasst.

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