Verluste an der Börse vermeiden (5 Regeln)

Aktien sind eine Geldanlage mit guten Renditen-Chancen und eignen sich hervorragend zum Vermögensaufbau für die Altersvorsorge. Trotz Kursrisiken und Börsenschwankungen lohnt es sich mit seinen Ersparnissen langfristig in Aktien zu investieren. Wir zeigen Ihnen wie es geht: Die 5 Regeln für eine erfolgreiche Aktienanlage.

Regel 1: Aktienanlage verstehen

Keine Angst: Sie müssen für eine Aktienanlage keine Lehre als Bankkaufmann oder Börsen-Broker absolvieren. Aber als Einsteiger sollten Sie sich ein wenig mit den Grundlagen einer Geldanlage in Aktien beschäftigen. Hierzu gibt es gute Einsteigerlektüren von Stiftung Warentest und Verbraucherverbänden.

Was Sie auf jeden Fall wissen sollten ist, dass clevere Anleger keine wild spekulierenden Zocker sind, sondern erfolgreiche Anleger, die überlegt und mit System investieren. Erfolgreiche Anleger besitzen fast immer einen soliden Geldanlageplan und beachten bei der Aktienanlage konsequent wichtige Regeln. Diese Anleger haben verstanden, dass die Börse kein Spielcasino ist, sondern ein bewährter Handelsplatz für Unternehmensanteile.

Das Video veranschaulicht, auf welche Punkte Sie bei einer Geldanlage in Aktienfonds besonders achten sollten:

Regel 2: Aktienanlage als langfristiges Investment behandeln

Aktien unterlagen in der Vergangenheit immer wieder großen Kursschwankungen und das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Aus einen einfachen und nachvollziehbaren Grund: An der Börse agieren Menschen, die sich von Zukunftserwartungen, Ängste (Coronavirus, Euro-, Finanz- oder Bankenkrise etc.) und Hoffnungen leiten lassen. Gier und Panik führen immer wieder zu überzogenen Kursturbulenzen und massiven Übertreibungen. Doch eines ist sicher: Auch nach den schlimmsten Börsencrashs haben sich die Aktienkurse langfristig immer wieder erholt.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie nur Geld in Aktien anlegen, welches Sie langfristig entbehren können. Nur dann können Sie Kursdellen aussitzen. Was im Umkehrschluss bedeutet: eine Aktienanlage ist eine ideale Form zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Sie können, wenn Sie frühzeitig mit einem Sparplan in Aktien beginnen, über Jahrzehnte einen Vermögensaufbau in Aktien vornehmen. Und auch im Rentenalter können Sie Ihrer Aktienanlage viel Zeit gönnen, um sich gut zu entwickeln, wenn Sie über einen Entnahmeplan sich langfristig eine Zusatzrente entnehmen.

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Regel 3: Die Risiken bei Aktienanlage möglichst breit streuen

Eine Regel, die sich in der Vergangenheit immer wieder bewährt hat. Man soll seine Geldanlage in Aktien möglichst breit in Werten aus verschiedene Regionen (Welt), Unternehmen (Marktführer/Nebenwerte) und Branchen anlegen.

Am besten eignen sich für einen langfristigen Vermögensaufbau in Aktien und für eine breite Streuung der Aktienanlage eine Fondsanlage. Denn mit Fonds können Sie bereits mit monatlich 50 Euro in ein weltweit und breit gestreutes Aktienportfolio investieren. Ein Beispiel: Ein Fonds auf den Weltaktienindex MSCI World beinhaltet mehr als 1.600 Aktien aus über 23 Industrieländer. Die Finanzprofis sprechen bei einer weiten Streuung des Kapitals von einer Diversifikation.

Regel 4: Auf die Kosten der Geldanlage achten

Versuchen Sie Geldanlagen so günstig wie möglich zu erwerben. Klassische Fonds, sogenannte aktiv gemanagten Investmentfonds, haben eine hohe Kostenstruktur. Beim Kauf bezahlen Sie in der Regel 5 Prozent an Gebühren (Ausgabeaufschlag) und häufig eine jährliche Verwaltungsgebühren von 1,6 Prozent auf das Anlagevermögen. Das ist teuer und geht massiv zu Lasten der Rendite.

Wesentlich günstiger sind ETF-Fonds. ETF-Fonds (engl.: Exchange Traded Fund) sind börsengehandelter Indexfonds - das klingt kompliziert, ist es aber überhaupt nicht. Der Unterschied zu den klassischen Fonds liegt darin, dass diese Fonds über die Börse gehandelt werden und meistens in einen Index (z.B. MSCI World) anlegen. Und das zu sensationell günstigen Kosten. Bei vielen ETF-Fonds fallen keine Kaufgebühren an und die Jahresgebühr liegt bei ca. 0,65 Prozent vom Anlagebetrag.

Regel 5: Bei Aktienanlagen regelmäßig sparen

Bei einem Sparplan werden monatlich festgelegte Raten eingezahlt, um so langfristig eine größere Summe anzusparen. Dieses System hat sich hervorragend bei Aktien-Fondsanlagen bewährt. Bei regelmäßigen Kapitalanlagen in Aktienfonds werden mit der gleichen Einzahlungsrate bei hohen Kursen weniger Fondsanteile erworben und bei fallenden Kursen umso mehr. Insgesamt erzielt man mit dieser Handhabung, bei einer lange Ansparphase, einen günstigen Einstandskurs (Cost-Average-Effekt).

Verluste bei Aktienanlagen verhindern (5 Regeln)

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Fazit:
In Deutschland liegt der Löwenanteil der Geldvermögen von privaten Haushalten auf Sparbüchern, Giro- und Tageskonten oder sogar unter dem Kopfkissen. Nur ein Bruchteil ist in börsennotierten Aktien oder Aktienfonds investiert. Ein Fehler, wenn man die Realverzinsung von Sparbüchern & Co. betrachtet und die Rendite-Chancen von Aktienanlagen. Die Risiken von Aktienanlagen lassen sich langfristig auf ein Minimum reduzieren, wenn Anleger die hier aufgeführten einfachen Regeln konsequent beachten.
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Robert Aschauer
Über den Autor: Robert Aschauer
Der erfahrene Finanzexperte Robert Aschauer schreibt für einfach-rente.de über die Themen Rente & Altersvorsorge. Er ist Dipl. Bankbetriebswirt (ADG), Financial Planer, Kreditanalyst und Ruhestandsplaner und hat langjährige Praxiserfahrung im Bankwesen und als unabhängiger Honorarberater.

Der Artikel "Verluste an der Börse vermeiden (5 Regeln)" wurde am 13.03.2020 von Robert Aschauer verfasst.

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