Immobilienverrentung einfach erklärt (Pro & Contra)

Sie besitzen eine wertvolle Immobilie, aber das Rentenkonto ist nicht gut gefüllt? Keine erfreuliche Situation, doch mit einer Umkehrhypothek oder Immobilienrente können Sie finanzielle Engpässe umgehen. Aber es stellt sich die Frage: Wie funktioniert die Immobilienrente und was spricht für oder gegen diese Zusatzrente?

Immobilienverrentung einfach erklärt

Ihr Vermögen ist in einer Wohnimmobilie gebunden. An das Geld kommen Sie nur durch einen Immobilienverkauf, aber dann müssten Sie aus der Immobilie ausziehen. Dieses Problem kann die Immobilienrente lösen: Sie verkaufen dabei die Immobilie, aber im Gegenzug erhalten Sie monatlich eine Art Zusatzrente in Verbindung mit einem lebenslangen Wohnrecht.

Das Video "Immobilienrente & Umkehrhypothek einfach erklärt" zeigt, wie Eigenheimbesitzer über das in der Immobilie gebundene Kapital verfügen können.

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Die Vor- und Nachteile der 3 Optionen:

Option 1: Immobilienverkauf
Beim Immobilienverkauf tauschen Sie die Immobilie gegen Geld. Sie erhalten den Kaufpreis als Einmalzahlung. Im Gegenzug müssen Sie ausziehen und können die Immobilien nicht mehr nutzen. Sie müssen sich um die Geldanlage und Verrentung des Anlagebetrages selbst kümmern.
Option 2: Immobilienrente
Auch bei der Immobilienrente verkaufen Sie die Immobilie. Der Käufer bezahlt den Kaufpreis in monatlichen Raten. Auf Wunsch können Sie auch eine Einmalzahlung in Kombination mit einer monatlichen Rate wählen. Sie erhalten zudem ein lebenslanges Wohnrecht und müssen nicht aus der Immobilie ausziehen.
Option 3: Umkehrhypothek
Die Umkehrhypothek ist eine Variante der Immobilienrente. Hierbei erhalten Sie für Ihre Immobilie eine Finanzierung. Es wird aber kein Kredit ausbezahlt, sondern Sie erhalten eine monatliche Ratenzahlung. Mit jeder Zahlung erhöhen sich die Schulden. Im Vergleich zu einer gewöhnlichen Immobilienfinanzierung steigt der Schuldensaldo mit der Laufzeit der Umkehrhypothek an. Sie bleiben weiterhin Eigentümer der Immobilie und können in Ihrer Immobilie wohnen bleiben.

Für wen lohnt sich eine Immobilienrente?

Immer wenn die eigene Rente knapp bemessen ist, kann eine Immobilienrente oder Umkehrhypothek lohnenswert sein. Voraussetzung: Die Immobilie ist schuldenfrei und Sie stehen im oder kurz vor dem Ruhestand. Interessenten sollten immer mehrere Angebote einholen, diese vergleichen und sehr genau auf die Bedingungen achten. Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach der kalkulierten Lebenserwartung und den Wert der Immobilie.

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Fazit:
Viele Deutsche haben als solide Altersvorsorge eine Immobilie erworben. Eine gute Entscheidung, da Immobilien in den zurückliegenden Jahrzehnten eine solide Wertentwicklung nachweisen konnten. Viele Rentner wurden durch die starken Preissteigerungen am Immobilienmarkt wohlhabend. Dennoch: Wenn die Rente knapp bemessen ist und keine weiteren Vermögen vorhanden sind, können im Ruhestand finanzielle Probleme entstehen. Mit einer Immobilienrente oder Umkehrhypothek können Eigentümer eine monatliche Rente aus der Immobilie ziehen ohne ausziehen zu müssen.
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Robert Aschauer
Über den Autor: Robert Aschauer
Der erfahrene Finanzexperte Robert Aschauer schreibt für einfach-rente.de über die Themen Rente & Altersvorsorge. Er ist Dipl. Bankbetriebswirt (ADG), Financial Planer, Kreditanalyst und Ruhestandsplaner und hat langjährige Praxiserfahrung im Bankwesen und als unabhängiger Honorarberater.

Der Artikel "Immobilienverrentung einfach erklärt (Pro & Contra)" wurde am 18.11.2019 von Robert Aschauer verfasst.

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