Ärzteversorgung: So gut sind die regionalen Versorgungswerke

Regionale Versorgungswerke sind für die Altersvorsorge der Ärzte zuständig. Ein Überblick über die wichtigsten Bestimmungen und Schwachstellen der berufsständischen Ärzteversorgungswerke. Denn die Rente der Ärzte, unterscheiden sich je nach Werk hinsichtlich der Leistungen und Regeln.

Zahlen die Ärzteversorgungswerke höhere Renten?

Alle berufsständische Versorgungswerke bieten Ihren Mitglieder gute Rentenzahlungen. Im Gegensatz zu der gesetzlichen Rentenversicherung fallen die Renten häufig um fast 50 Prozent höher aus. Architekten, Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte gehören zu den klassischen Kammerberufen. Sie alle haben eigene Versorgungswerke, mit unterschiedlichen Bestimmungen, Beiträgen und Leistungen. In dem regionalen Versorgungswerk sind Ärzte als Pflichtmitglied versichert.

Wie finanzieren sich die Ärzteversorgungswerke?

Die gesetzliche Rentenversicherung ist nach dem Umlageverfahren organisiert. Die berufstätigen Mitglieder zahlen Ihre Beiträge ein und die Rentenkasse leitet das Geld direkt an die Rentner weiter. Das Geld wird "umgelegt" und wenn es nicht reicht, dann gibt es vom Staat einen Zuschuss. Beim Versorgungswerk hingegen wird ein Teil der Mitgliedsbeiträge an den Kapitalmärkten angelegt. Diese Mischform hat einen großen Vorteil: Die Geldanlagen erzielen Zinsen und Gewinne. Diese Erträge können für die Rentenfinanzierung mitverwendet werden.

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Welche Leistungen bietet mir mein Versorgungswerk?

Je nach Versorgungswerk unterscheiden sich die Leistungen. Grundsätzlich bieten die Werke neben der Altersrente eine gute Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall und einen umfangreichen Invaliditätsschutz. Welche Leistungen die Versorgungswerke im Detail bieten, können Sie der jeweiligen Satzung und Ihrer Renteninformation entnehmen.

Was passiert bei einem Umzug mit meinen Rentenansprüchen?

Jedes Ärzteversorgungswerk ist für eine bestimmte Region zuständig. Liegt der Wohnort des Arztes in dieser Region, dann ist er bei diesem Versorgungswerk Pflichtmitglied. Erfolgt ein Umzug in die Zuständigkeit eines neuen Versorgungswerkes, können die bisherigen Beitragszahlungen eventuell mitgenommen werden. Sollte ein Wechsel bzw. eine Überleitung der Beiträge auf das neue Versorgungswerk nicht möglich sein, zahlen im Alter beide Versorgungswerke eine Rente.

Kann ich als Arzt früher in Rente gehen?

Genauso wie Arbeitnehmer können Ärzte früher in Rente gehen. Je nach Versorgungswerk gibt es unterschiedliche Regeln hinsichtlich des regulären Renteneintrittsalters und des frühesten Renteneintritts mit Abschlägen. Informieren Sie sich bei Ihrem Werk, ab wann Sie die Altersrente ohne Abschläge beziehen können und welche Effekte eine vorzeitige Rente auslöst.

Soll ich zusätzlich zum Versorgungswerk noch selbst vorsorgen?

Die Versorgungswerke bieten gute Rentenzahlungen, ob aber die zusätzlichen Leistungen ausreichend bemessen sind, bedarf einer Einzelfallprüfung. Sie sollten sich einen Überblick über die Leistungen Ihres Versorgungswerkes verschaffen und dabei folgende Punkte im Detail abklären:

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Fazit:
Ärzte sind Pflichtmitglieder in eigenen Versorgungswerken. Das ist kein Nachteil für die Altersvorsorge des Arztes, denn die Versorgungswerke bieten Ihren Mitglieder üppige Rentenzahlungen. Je nach Wohnort des Arztes ist ein bestimmtes Versorgungswerk zuständig. Die Leistungen der Versorgungswerke unterscheiden sich. Mitglied können sich Klarheit über Ihre Ansprüche verschaffen, indem Sie die Satzung oder Ihre Renteninformation studieren. Reichen die Leistungen nicht aus, können Sie noch zusätzlich selbst vorsorgen.
Robert Aschauer
Über den Autor: Robert Aschauer
Der erfahrene Finanzexperte Robert Aschauer schreibt für einfach-rente.de über die Themen Rente & Altersvorsorge. Er ist Dipl. Bankbetriebswirt (ADG), Financial Planer, Kreditanalyst und Ruhestandsplaner und hat langjährige Praxiserfahrung im Bankwesen und als unabhängiger Honorarberater.
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Der Artikel "Ärzteversorgung: So gut sind die regionalen Versorgungswerke" wurde am 24.05.2018 von verfasst.