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Die 10 häufigsten Fehler bei der Altersvorsorge

Die Zukunft der gesetzlichen Rente ist ungewiss. Das Rentenniveau wird weiter sinken. Die künftigen Rentner haben erheblich weniger Geld zur Verfügung und vielen droht die Altersarmut.

Eine private Altersvorsorge wird immer wichtiger, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Doch wie soll ich für das Alter sparen? Auf welche Punkte muss ich achten? Wie vermeide ich schlimme Fehler?

1. Fehler: Fehlendes Interesse an Finanzen

Was die Schule nicht lehrt und die Eltern oft nicht vermitteln: den Umgang mit Geld und allgemeines Finanzwissen. Doch Geld und Finanzen gehören zum Leben. In unserer Gesellschaft müssen wir Geld verdienen und sparen, um unser Leben zu finanzieren und für das Alter vorzusorgen. Doch viele Deutsche haben wenig Interesse an Finanzen, oder beschäftigen sich zu wenig mit Geldanlagen. Dabei ist etwas Interesse und ein klein wenig Finanzwissen ausreichend, um große Fehler bei der Altersvorsorge zu vermeiden.

2. Fehler: Die Vorsorgelücke wird nicht richtig beurteilt

Die Redensart "Es wird schon werden" ist umgangssprachlich der Ausdruck für Zuversicht. Beim Thema Altersvorsorge kann diese Einstellung folgenschwere Auswirkungen nach sich ziehen. Die gesetzliche Rente kann im Alter das Leben der künftigen Rentner nicht mehr finanzieren. Dabei geht es nicht darum, ob die Finanzen im Alter für einen schönen Urlaub reichen. Vielmehr geht es darum, ob Ihnen genügend Geld für das tägliche Leben bzw. die laufenden Kosten zur Verfügung steht.

Die wenigsten Deutschen kennen Ihre Rentenansprüche. Sie wissen nicht, wie viel Geld Ihnen im Alter nach Abzug der Sozialabgaben und Steuern zur Verfügung steht, oder ob eine Vorsorgelücke vorhanden ist. Unser Tipp: Machen Sie einen Renten-Check und prüfen Sie Ihren Vorsorgestatus.

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3. Fehler: Zu spät mit der Altersvorsorge anfangen

Wer früher spart, kommt schneller ins Ziel. Gemeint ist, dass man möglichst früh anfangen soll, das Thema Altersvorsorge anzugehen, dann sind die Erfolgsaussichten wesentlich besser. Wer im Alter von 27 Jahren monatlich 200 Euro mit einer Rendite von 6 Prozent anlegt, kann im Rentenalter mit 67 Jahre auf ein Vermögen von ca. 383.000 Euro zurückgreifen. Wer erst im Alter mit 47 startet, kommt nur auf ein Endvermögen von ca. 91.000 Euro. Eine doppelt so lange Sparphase erwirtschaftet ein dreifach höheres Ergebnis. Der Zinseszinseffekt hilft Ihnen bei der Vermögensbildung.

4. Fehler: Kein Geld für die Altersvorsorge

Eine häufig benutzte Ausrede: "Ich habe kein Geld für die Altersvorsorge". Sparen bedeutet Konsumverzicht. Doch ist das wirklich so schlimm. Wie schnell kann man am Tag zwei oder drei Euro einsparen, ohne wirklich auf etwas Bedeutsames verzichten zu müssen. Es gibt viele Möglichkeiten Geld zu sparen: Kein Cappuccino auf dem Weg zur Arbeit. Eine exakte Einkaufsliste, statt ein ungeplanter Einkauf im Supermarkt. Nutzlose oder hochpreisige Versicherungen kündigen. Reparieren statt wegwerfen. Zu Hause kochen, anstatt auszugehen. Nur einige Beispiele, um Geld für die eigene Altersvorsorge zu sparen.

5. Fehler: Angst vor renditestarken Anlagen

Aktien sind hochriskante Anlagen und unterliegen starken Kursschwankungen. Ja! Aber ist das tatsächlich ein Problem und müssen Sie deshalb auf diese renditestarke Anlageform verzichten? Wir bestellen Waren über Amazon, essen Burger bei McDonald's, nehmen Tabletten gegen die Kopfschmerzen vom Pharmakonzern Beiersdorf, fahren Autos von Audi und schlürfen unseren Cappuccino bei Starbucks. Warum sollten wir uns nicht an den Gewinnen dieser Firmen beteiligen? Drei Regeln führen bei Aktienanlagen zum Erfolg: Nicht alles auf eine Karte setzen, möglichst breit streuen und langfristig anlegen. Das bedeutet: Nicht Einzelaktien kaufen, sondern in einen möglichst breit gestreuten Aktien-Weltfonds investieren und einen langfristigen Anlagehorizont vorsehen. Noch ein wichtiger Tipp: Beginnen Sie ca. 10 Jahre vor dem Renteneintritt mit der Umschichtung der Aktienanlage in Anleihen oder Geldanlagen. Diese sogenannte Lifecycle-Umschichtung führt dazu, dass Sie bereits eingefahrene Gewinne kurz vor der Rente sichern.

Lassen Sie sich beraten. Aktienanlagen können für Ihre Altersvorsorge eine wichtige Anlagealternative sein. Eigentlich sind Aktien für die Altersvorsorge unerlässlich.

6. Fehler: Falsch oder unnötig versichert

Prüfen Sie Ihren Versicherungsstatus. Diese Versicherungen sind wichtig: Private Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung, Unfallversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Alle anderen Versicherungen sollten Sie auf den Prüfstand stellen. Trennen Sie sich von nutzlosen oder hochpreisigen Versicherungen. Stecken Sie die Ersparnisse in einen besseren und bedarfsgerechten Versicherungsschutz und/oder in die private Altersvorsorge.

7. Fehler: Vorsorgen ohne Plan

Können Sie sich ein Bauprojekt ohne oder mit einem fehlerhaften Plan vorstellen? Der Bau würde scheitern und die Mängel würden spätestens nach dem Einzug offensichtlich werden. Eventuell müsste eine aufwendige Mängelbeseitigung stattfinden, ein Abriss oder ein kostspieliger Umbau. Denken Sie nur an den Berliner Flughafen.

Die Altersvorsorge gelingt besser, wenn Sie sich einen exakten Plan zurechtlegen und präzise an diesen einhalten. Der Plan sollte auf Ihre individuelle Situation abgestimmt sein, Ihre Bedürfnisse abdecken und genügend Flexibilität für unerwartete Gegebenheiten aufweisen. Eine Abweichung oder eine Planänderung sollte nur erfolgen, wenn besondere Ereignisse, wie zum Beispiel eine Familiengründung, eine neue Bedarfssituation schaffen.

8. Fehler: Zu geringes Kosten-, Inflations- und Zinsbewusstsein

Die Deutschen sparen fleißig und viel Geld, aber legen ihr Vermögen mit zu hohen Kosten und zu geringen Zinsen an. Das Sparbuch oder ein Festgeld bringen Mini-Zinsen und eignen sich nicht für die Altersvorsorge. Die Kaufkraftverluste durch Inflation zehrten zusätzlich am Ertrag und führt häufig dazu, dass Geld vernichtet wird. Fallen dann noch Gebühren und Steuern an, werden die Sparer mit Minuszinsen bestraft. Viele Anleger haben ein zu geringes Kosten-, Inflations- und Zinsbewusstsein.

9. Fehler: Staatliche Förderung wird nicht genutzt

Riester-Rente, Rürup-Rente und weitere staatliche Förderung. Bei der Altersvorsorge sollten Sie Geld vom Staat nicht liegen lassen. Auch wenn einige staatlich geförderte Vorsorgeprodukte in Verruf geraten sind, sollten Sie alle Möglichkeiten zusammen mit einem unabhängigen Berater prüfen.

10. Fehler: Kein Durchhaltevermögen

Die Altersvorsorge ist kein 100-Meter-Lauf oder eine Sprintdisziplin, sondern eher ein Marathon, der Ihnen viel Ausdauer und Durchhaltevermögen abverlangt. Wer jedoch mit der richtigen Einstellung ins Rennen geht, nicht zu früh aufgibt und konsequent einen Schritt nach den anderen setzt, wird das Ziel erreichen.

Das Video Die 10 häufigsten Fehler bei der Altersvorsorge fasst die häufigsten und schlimmsten Fehler bei der Altersvorsorge zusammen.

Fazit:
Die staatliche Rente kann ein finanziell sorgenfreies Leben im Alter nicht mehr garantieren. Die staatliche Rentenkasse hat dramatische Probleme und das Rentenniveau wird weiter sinken. Private Altersvorsorge ist unerlässlich. Viele Sparer handeln bei der Altersvorsorge nicht zielführend und machen Fehler. Die häufigsten und schlimmsten Fehler finden Sie in diesem Artikel. Wer sie vermeidet kommt schneller ans Ziel und kann bereits mit kleinen Beträgen eine solide Zusatzrente für das Alter aufbauen.
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Der Artikel "Die 10 häufigsten Fehler bei der Altersvorsorge" wurde am 03.11.2017 verfasst.

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