Sorgenfrei im Alter versorgt oder Rentenalarm?

Die gesetzliche Rente reicht nicht mehr! Selbst viele Normalverdienern droht im Alter der Sozialfall. Bei einer Rente die unterhalb des Grundsicherungsbedarfs liegt, können viele Verbraucher nicht sorgenfrei in die Zukunft blicken. Rentenalarm? Ja, eine zusätzliche Altersvorsorge ist wichtiger denn je.

Warum reicht die Rente immer seltener?

Das Rentenniveau sinkt kontinuierlich. Schuld daran sind einerseits die Rentenreformen der zurückliegenden Jahre, massive Veränderungen am Arbeitsmarkt und der Gegenwind aus den demografischen Bevölkerungswandel. Das Rentenniveau bringt zum Ausdruck, wie viel Prozent vom Einkommen eines Arbeitsnehmers ein Rentner, der 45 Jahre lang ununterbrochen Beiträge in die Rentenkasse bezahlt hat, später als Rente zu erwarten hat. Das Rentenniveau lag 2016 bei 48 Prozent und soll nach aktuellen Berechnungen bis 2030 auf 43 Prozent sinken.

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Die Erwerbsbiografien haben sich verändert

Arbeitslosigkeit, Kindererziehung, Minijobs, keine Festanstellung, Zeitarbeitsverträge, Teilzeitarbeit, selbständige Tätigkeiten – immer seltener können Berufstätige auf eine lebenslange Vollzeitarbeit mit gutem Einkommen zurückblicken. Lückenhafte Erwerbsbiografien und die damit fehlenden Einkommen haben dazu geführt, dass viele Bundesbürger mit drastisch reduzierten Renten und großen Lücken in der Altersversorgung rechnen müssen. Vor allem Frauen sind stark von Altersarmut gefährdet. Frauen verdienen häufig weniger als Männer und können auch aus diesem Grund für das Alter selten finanzielle Rücklagen und Reserven aufbauen.

Grundsicherung im Alter

Wenn das eigene Einkommen und vorhandene Vermögen nicht für den Lebensunterhalt ausreicht, besteht die Möglichkeit Grundsicherung zu beantragen. Vor der Grundsicherung müssen Sie das vorhandene Vermögen aufzehren. Grundsicherung können bedürftige Menschen im Alter oder bei voller Erwerbsminderung beantragen. Das gesamte Einkommen darf dabei eine bestimmte Grenze nicht übersteigen. Auf diese Art der Minimalversorgung im Alter sollten Sie sich nicht verlassen. Die finanzielle Absicherung ist minimal, die Rechtslage kann sich jederzeit ändern oder es gibt keine Sicherheit, dass es die Grundsicherung in der heutigen Form auch noch später geben wird.

Der Kampf gegen Altersarmut: Die private Vorsorge.

Es gibt nur einen sinnvollen Weg die drohende Altersarmut zu bekämpfen: Die private Vorsorge. Jeder Bundesbürger ist letztendlich selbst für sich und für seine finanzielle Absicherung im Rentenalter verantwortlich. Selbst mit kleinen Beträgen und wenig Geld ist eine Zusatzrente zur stattlichen Altersrente möglich. Wichtig ist, dass die Vorsorge systematisch, nachhaltig und möglichst frühzeitig erfolgt.

Möglichst frühzeitig die richtigen Weichen stellen

Vor dem Aufbau einer vernünftigen Altersvorsorge sollte die Bedarfsermittlung stehen. Also die Frage: Wie bin ich aktuell im Alter finanziell abgesichert und mit welchen Renteneinkünften kann ich rechnen? Hierzu können Sie unsere kostenlose und unverbindliche Rentenberechnung nutzen. Nach der Bedarfsermittlung und Berechnung der Rentensituation ist zu entscheiden, welche sinnvolle Maßnahmen zur Reduzierung der Rentenlücke zu ergreifen sind. Hierbei sind die staatlichen Förderungen (Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge etc.) für eine Zusatzvorsorge zu prüfen. Es gibt auch neben den staatlichen Fördermaßnahmen eine Vielzahl von guten und soliden Anlageformen. Die private Vorsorge sollte aber so früh wie möglich erfolgen. Wenn ein Sparer zum Beispiel monatlich 100 EUR für die Altersvorsorge einplant, dann ergibt sich bei einer Verzinsung von 5 % in 10 Jahren ein Endkapital von 15.502 EUR. Bei 20 Jahren steigt das Endkapital auf 40.753 Euro an, bei 30 Jahren sind es bereits 81.885 EUR und bei 40 Jahren sogar 148.885 EUR. An den Zahlen sehen Sie selbst, dass auch eine beachtliche Absicherung im Alter mit „wenig Geld“ möglich ist. Voraussetzung: Eine vernünftige Verzinsung und eine langfristige Ansparzeit.

Jetzt werden viele denken – schön gerechnet, wo bekomme ich schon 5 % Rendite pro Jahr. Beim Sparbuch & Co. ist das sicher nicht möglich. Dazu bedarf es schon einer Geldanlage in renditestärkeren Anlageklassen. Dazu zählen zum Beispiel Aktienanlagen. In Zeiträumen von 30 Jahre oder länger kann diese Anlageform jährliche Renditen von teilweise über 7 Prozent aufweisen. Doch bevor Sie sich unüberlegt auf eine Anlageklasse stürzen, sollten Sie sich professionell und unabhängig beraten lassen. Zu jeder Geldanlage sollten Sie an Risikostreuung, Flexibilität, Transparenz und Sicherheit denken. Obwohl Sie hier einige Tipps zum Vermögensaufbau und Vermögenserhalt (Link: 7 goldene Regeln) finden, können diese Hinweise keine Beratung ersetzen.

Fazit:
Für viele wird die Rente im Alter immer seltener reichen. Es droht die Altersarmut. Gerade Frauen sind häufig unzureichend im Alter versorgt. Das kontinuierlich sinkende Rentenniveau und lückenhafte Erwerbsbiografien bei vielen Bundesbürgern führen zu Rentenlücken. Vor allem Frauen sind stark von Altersarmut gefährdet. Auf die Grundsicherung im Alter sollte man sich lieber nicht verlassen. Besser ist es, möglichst frühzeitig eine renditestarke Altersvorsorge privat aufzubauen. Auch bei einer anhaltenden Niedrigzinsphase gibt es gute und renditestarke Alternativen. Wer systematisch und bedarfsorientiert handelt, kann auch mit geringen Beträgen die Rentenlücke ausgleichen oder reduzieren.
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Der Artikel "Sorgenfrei im Alter versorgt oder Rentenalarm?" wurde am 14.02.2017 verfasst.

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